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Gummifische

Angeln mit Gummifischen ist immer wieder für Überraschungen gut, es werden damit sehr gute Erfolge erzielt. Viele Angler erzählen oft von ihren Erlebnissen, wo mit normalen Ködern fast nichts mehr ging, und mit dem Gummifisch erzielten sie dann doch noch schöne Erfolge. Gummifische sind eine von vielen Köderarten. Es handelt sich bei diesen Gummifischen um sogenannte Kunstköder, welche genauso aussehen wie echte Fische.
Es ist auch möglich Gummifische selbst herzustellen, doch dies würde ich nur Profis empfehlen.
Gummifische bestehen aus Weichplastik, und erzeugen unter Wasser hohe Druckwellen.
Dadurch werden Raubfische angelockt und zum Biss verleitet, sogar in dunklem Gewässern. Tiefe Stellen in Seen sind oftmals gute Fangplätze in Bezug auf Gummifische. Hier darf der Gummifisch ruhig auch 10 bis 15 cm lang sein.

Nach dem Kauf der Gummifische sollte man sie erstmal genau prüfen, ob auch keine Beschädigungen vorliegen. Dies kann nämlich bei längerer Lagerung durchaus der Fall sein. Um diesen eventuellen Problem entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, die Gummifische vor dem Angeln kurz zu kochen. Dadurch erhalten die Gummifische wieder ihre ursprüngliche Form und einem erfolgreichen Angeln steht nichts mehr im Weg.
Die Wahl der Farbe des Gummifisches hängt natürlich auch vom Gewässer ab.
Wenn das Wasser trüb ist, dann nimmt man helle und grelle Farben. Wenn das Wasser klar ist, dann sind natürliche Farben zu bevorzugen. Bei den Farben ist es sinnvoll mehrere auszuprobieren, um nach einiger Zeit den Gummifisch herauszufinden, der am jeweiligen Tag am besten funktioniert. Manchmal dauert es ein Weilchen, bis man den richtigen Gummifisch erwischt hat.

Dennoch sollte man immer einen kleinen Vorrat an Gummifischen parat haben, da nach ungefähr zehn gefangenen Fischen derKunstköder hinüber ist. Ich denke es gibt keine Farbe oder Grösse in der Gummifische nicht erhältlich sind. Zu den beliebtesten Gummifischen gehören die sogenannten Kopytos in den Farben Gelb und Weiß.
Man kann aber einen Gummifisch nicht sofort zum Angeln einsetzen. Zuvor ist es notwendig, diesen mit einem Bleikopf–Haken zu versehen. Es gibt aber auch Gummifische, wo dieser bereits fertig montiert ist.

Um dem Gummifisch ideal einsetzen zu können, sollte dieser perfekt gerade auf dem Haken sitzen. Es ist wichtig darauf zu achten, dass der Haken wenigstens so lang ist wie der halbe Köder. Sollte das nicht der Fall sein, steigt die Fehlbissrate ins Unermessliche.

Bis man diese Technik beherrscht braucht es eben ein wenig Geduld und Übung. Sollte der Haken nicht perfekt sitzen, kann man ihn ja wieder herausziehen und es nochmals versuchen. Die Spitze des Hakens sollte niemals zu tief im Fisch verborgen sein, sondern deutlich hervorstehen. Sollte der Haken trotz allem ein wenig zu kurz sein, kann man auch etwas vom Kopf des Gummifisches abschneiden. Nach dem Montieren ist umbedingt darauf zu achten, dass die Form des Gummifisches nicht verändert worden ist. 
Es gibt veschiedenste Möglichkeiten der Köderführung mit Gummifischen.
Die bekannteste Methode des Gummifischens ist sicherlich, das einfache Einholen des Gummifisches. Wenn die Abdrift stark genug ist, dann reicht es sogar, den Gummifisch einfach nur in der Drift zu halten. Dennoch gibt es noch weitere Techniken, um zum Erfolg mit Gummifischen zu kommen:

Eine Möglichkeit ist das gleichmäßige Einholen des Gummifisches am Gewässerboden bzw. knapp darüber. Dabei wird der Gummifisch entlang des Grundes gezogen, und berührt auch immer wieder den Gewässerboden. Dadurch wird durch den Gummifisch Staub aufgewirbelt und erweckt somit das Interesse von Raubfischen. Hier ist aber auf die extrem hohe Gefahr des Hängenbleibens des Gummifisches hinzuweisen. Deshalb empfehle ich beim Gummifisch nur oben einen Haken anzubringen, um diese Gefahr zu minimieren.

Eine weitere Technik, vor allem unter Zanderanglern verbreitet, ist das ungleichmäßiges Einholen des Köders über den Gewässerboden hüpfend. Dabei wird der Gummifisch ausgeworfen und gewartet bis er den Gewässerboden erreicht, danch wird der Gummifisch langsam wieder eingekurbelt. Dabei kann man auch mit der Geschwindigkeit variieren, eventuell auch mal den Gummifisch nicht ganz auf den Grund sinken lassen, aber alles eben in Zeitlupe. Dadurch machen wir es den Räubern leichter und haben auch ständig eine gespannte Schnur. Dieses Prozedere wird immer wieder wiederholt. Hierbei erfolgen die meisten Bisse, wenn der Gummifisch beim langsamen Einkurbeln zum Boden abfällt. Eine Tatsache, von der man immer wieder hört, ist dass mit Gummifischen kaum untermäßige Fische beissen. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Fische die den Gummifisch-Köder schnappen, ordentliche Grössen haben.